Die drei elften Klassen des Veit-Höser-Gymnasiums Bogen unternahmen am 30. März eine Exkursion ins Nördlinger Ries. Das Ries ist ein Meteoritenkrater, der in seiner Art auf der Erde einzigartig ist. Diese Fahrt wurde uns erst durch die Kontakte des ehemaligen Schulleiters, Herrn Lehr, ermöglicht.

 

Nachdem im Erdkundeunterricht das Thema vorbesprochen worden war, waren die Schüler bestens gerüstet, sich, mit Hämmern und reichlich Proviant bepackt, ins Ries aufzumachen, um dort nach dem berühmten Suevit zu suchen. Zu einer für viele etwas gewöhnungsbedürftigen  Zeit, um halb sieben Uhr morgens, brach die Gruppe, begleitet von den Lehrkräften Frau Eisenreich, Herr Echinger und Herr Dietl, gut gelaunt, aber noch schläfrig, ins Ries auf.

 

Dies ist ein Meteoritenkrater, der vor 15 Millionen Jahren  entstand und etwa 25 Kilometer Durchmesser hat. Im Rieskratermuseum in Nördlingen kamen, unter der Aufsicht von Herrn Stoller, noch einige Informationen hinzu. Neben der selbstständigen Gruppenarbeit im Museum, wo die Bogener unter anderem eine interessante Diashow geboten bekamen, stand eine Stadtexkursion durch das mittelalterliche Nördlingen, geleitet von Frau Mailinger, auf dem Programm. Ganz besonders interessant an Nördlingen ist die St.- Georgs- Kirche, die aus dem Suevit, einem porösen Gestein mit eingelagerten aufgeschmolzenen Glasen, gebaut ist. Dieser Stein existiert nirgends sonst auf der Erde. Die Kirche ist deshalb auch ständig renovierungsbedürftig.

 

Schließlich folgte der wohl spannendste Teil des Ausflugs, die Fahrt zu den Aufschlüssen des Rieses, nach Wennenberg und Aumühle. Der Leiter des Rieskratermuseums, Herr Dr. Schieber erklärte die feinen Unterschiede zwischen den Gesteinen. In Wennenberg beeindruckte vor allem die großartige Aussicht, es war möglich, den Kraterverlauf genau zu verfogen, da der Kraterrand deutlich erkennbar war. Mit den mitgebrachten Hämmern untersuchte die Gruppe Granit, löste größere und kleinere Brocken Bunter Trümmermassen aus dem Steinbruch in Aumühle.  Diese Aktivität stieß bei einigen auf solche Begeisterung, dass sie am liebsten noch länger geblieben wären. Nach etwa drei Stunden Busfahrt waren die Gruppe erschöpft, aber um viele Eindrücke und um einige Steine und schöne Fotos der Altstadt und der Wehrmauer Nördlingens reicher, in Bogen zurück.